14 Okt

Jaron Lanier und Twitter

Hashtag LebenZerstört

… haben Rahel Reisdorf zu diesem Blogpost inspiriert.

#LebenZerstört ist ein Hashtag, der an einem Montagmorgen im Oktober zum Trending Topic in Twitter wurde.
Aber warum, das wissen wahrscheinlich höchstens 10% derjenigen, die einen Tweet dazu gepostet haben.

Was bringt die Menschen dazu, solch einem Hype zu folgen?
Wer macht sich über das Titelblatt einer „Zeitung“ Gedanken, die mehr Bilder als Buchstaben druckt und eher in die Kategorie „RTL am Mittag“ gehört? #MittenImLeben #Verklag mich doch #Hartz4TV
Wer diesen Hype mitmacht, hat wahrscheinlich keinen blassen Schimmer, worum es in diesem „Artikel“ geht und wo der Ursprung liegt.

Den Namen Jaron Lanier hat mit Sicherheit kaum ein Mopo Leser bislang gehört und was ist überhaupt ein Pionier!?
Ist das English oder doch Denglisch!?? Auf die Idee, ein Tool (Tool = Werkzeug) wie Google zu verwenden, verführt der korpulente Mann wohl weniger.
Dass ein Bilderbuch wie die Mopo ein solch anspruchsvolles Thema auf ihre Titelseite druckt, #Respekt!
Wie jedoch zu sehen ist, wird die ernsthafte Titelseite dann doch ins Lächerliche gezogen. Das Social Web macht aus der Schlagzeile schnell Comedy …

Hashtag LebenZerstoertHashtag LebenZerstoert 2

 

#LEBENZERSTÖRT
Das Internet hat schon einige Opfer gefordert.
Gerade die umstrittene Generation der Digital Natives hat mit diesem Thema zu kämpfen. Die Sozialen Netzwerke sind längst Teil ihres ganz normalen Lebens und tatsächlich mächtig genug, #Leben zu zerstören.

#CyberMobbing
Virtuelle Diffamierung, Belästigung und Nötigung sind längst Alltag in Schulen und Universitäten.
Wie viele Jugendliche oder auch Erwachsene haben wegen Cyber Mobbing schon Selbstmord begangen?
Wie viele werden Tag ein Tag aus auf den sozialen Plattformen gedemütigt, beleidigt und regelrecht fertig gemacht!?

In spätestens 3-4 Tagen ist #LebenZerstört vergessen, das Rad hat sich weiter gedreht und wird sich immer schneller drehen. Wir sind süchtig nach simplem Spaß mit Hashtags und Internet Memes. Und vermutlich werden mehr als 80% nicht mehr wissen, was oder warum sie etwas über ihr #Zerstörtes Leben gepostet haben.

Wir gehen durch Google, Instagram, Youtube, Facebook, Twitter wie durch unsere Innenstadt, unser Wohnzimmer oder Arbeitsplatz. Wir denken nicht mehr nach, wo sich was befindet, wir tun es einfach.
Doch was das mit uns macht, darüber möchten wir lieber nicht nachdenken.

14 Okt

Jaron Lanier, ein Hashtag und zahlreiche Twitterperlen

Hashtag LebenZerstört 5

… gelesen von Matthias Holler.

Innerhalb von kürzester Zeit verbreitete sich das Meme #Lebenzerstört in dem sozialen Netzwerk Twitter. Viele Leute zwitschern zu dem Thema, was die Smartphone Tastatur hergibt – vom „Apfelkuchen ohne Zimt“ bis hin zum „Wechselstrom“, die das #Lebenzerstört haben. Aber auch der Kurznachrichtendienst selbst bleibt von Hohn und Spott nicht verschont.

 

Hashtag LebenZerstört 4

Quelle: welt.de 13.10.2014

 

Hashtag LebenZerstört 2

 

 

Zwischen den positiven und lustigen Tweets gibt es auch Tweets, die zeigen wie man mit dem Kurznachrichtendienst Werbung machen kann und den Hype effektiv nutzen kann.

Hashtag LebenZerstört 6

 

 

Aber bei allem Spaß, der typisch ist für die Memes in sozialen Netzwerken, sollte man nicht vergessen, dass es hier einen ernsten Hintergrund gibt.
Der Internet-Kritiker und Internet-Vordenker wollte mit seiner Aussage die Leute warnen und aufmerksam machen.
Jaron Lanier kann sich nun freuen, dass sein Zitat so viel Aufmerksamkeit bekommen hat und der Amerikaner damit auch bekannter in Deutschland wird. Vielleicht werden seine konstruktiven Kritiken jetzt noch stärker beachtet.
Sonst heisst es bald wirklich …
Das Internet hat unser #Lebenzerstört!

Hashtag LebenZerstört 3

14 Okt

Hashtag #LebenZerstört

Lanier-Mopo

… sucht Janine Biermann am Montag, 13. Oktober 2014 in Google.

LebenZerstoert in Google

LebenZerstoert Google 3

Meine Google-Treffer zu #LebenZerstört: 5.700. Wenig für die heutzutage üblichen Trefferzahlen, aber dennoch nicht so gering, um sie zu vernachlässigen.

Seit Jaron Lanier wissen wir nun: „Das Internet hat unser #LebenZerstört“. Viele User haben es gehört, einige finden es unerhört oder haben es einfach überhört.

Fakt ist, ob ganz klein oder groß, mittlerweile surfen täglich abermillionen Menschen im Netz umher – auf der Suche nach Informationen, Spaß oder Anerkennung.

Wir denken nicht mehr, wir fragen nicht mehr nach – wir googeln. (Das Wort „googeln“ steht offiziell schon seit 2004 im Rechtschreibduden.) Wir sprechen nicht mehr, wir twittern. Wir verstehen Meldungen nicht mehr ohne bildliche Hilfsmittel. Wir leben unser Leben nicht mehr alleine, wir teilen es.

LebenZerstoert Google 1

Virtuell als erstes “live“ dabei sein, etwas mitbekommen, auf dem neuesten Stand sein, Kommunikation betreiben. Viele Likes erzielen, viele Follower haben, viele Freundschaftsanfragen annehmen, viele Kommentare erhalten, viele Anstupser bekommen – aber ist nicht alles ein wenig ZU viel von allem?

LebenZerstoert Google 2

Bild: husin.sani.flickr, 10. August 2007

Im Internet präsent sein – das ist das, was in der heutigen Zeit zählt.
Handys anschmachten statt Blickkontakte. Virtuelle Herzen, Anstupser oder Kuss-Smileys statt realer Zuwendung.
Aber nein – wir haben kein Problem.
WIR haben uns nicht verlaufen im Netz der tausend Möglichkeiten und Abzweigungen.
WIR haben uns sicherlich nicht angesteckt mit der Sucht des World Wide Webs.
WIR wissen, wann Schluss ist.
Das Internet hat doch nicht unser #LebenZerstört! Oder etwa doch?…

…Okay … ich bin überfragt – ich google das lieber einmal schnell nach.