14 Okt

Hashtag #LebenZerstört

Lanier-Mopo

… sucht Janine Biermann am Montag, 13. Oktober 2014 in Google.

LebenZerstoert in Google

LebenZerstoert Google 3

Meine Google-Treffer zu #LebenZerstört: 5.700. Wenig für die heutzutage üblichen Trefferzahlen, aber dennoch nicht so gering, um sie zu vernachlässigen.

Seit Jaron Lanier wissen wir nun: „Das Internet hat unser #LebenZerstört“. Viele User haben es gehört, einige finden es unerhört oder haben es einfach überhört.

Fakt ist, ob ganz klein oder groß, mittlerweile surfen täglich abermillionen Menschen im Netz umher – auf der Suche nach Informationen, Spaß oder Anerkennung.

Wir denken nicht mehr, wir fragen nicht mehr nach – wir googeln. (Das Wort „googeln“ steht offiziell schon seit 2004 im Rechtschreibduden.) Wir sprechen nicht mehr, wir twittern. Wir verstehen Meldungen nicht mehr ohne bildliche Hilfsmittel. Wir leben unser Leben nicht mehr alleine, wir teilen es.

LebenZerstoert Google 1

Virtuell als erstes “live“ dabei sein, etwas mitbekommen, auf dem neuesten Stand sein, Kommunikation betreiben. Viele Likes erzielen, viele Follower haben, viele Freundschaftsanfragen annehmen, viele Kommentare erhalten, viele Anstupser bekommen – aber ist nicht alles ein wenig ZU viel von allem?

LebenZerstoert Google 2

Bild: husin.sani.flickr, 10. August 2007

Im Internet präsent sein – das ist das, was in der heutigen Zeit zählt.
Handys anschmachten statt Blickkontakte. Virtuelle Herzen, Anstupser oder Kuss-Smileys statt realer Zuwendung.
Aber nein – wir haben kein Problem.
WIR haben uns nicht verlaufen im Netz der tausend Möglichkeiten und Abzweigungen.
WIR haben uns sicherlich nicht angesteckt mit der Sucht des World Wide Webs.
WIR wissen, wann Schluss ist.
Das Internet hat doch nicht unser #LebenZerstört! Oder etwa doch?…

…Okay … ich bin überfragt – ich google das lieber einmal schnell nach.