11 Jan

Shopkick 1 – Get the „kicks“

Testbericht von Kristin Düstersiek

Beacon oder Shopping in Hamburg-Fuhlsbüttel, die AEZ App oder „shopkick“ – Location based advertising hat längst Einzug gehalten in den deutschen Marketing-Alltag. Um das in Hamburg zu testen, entschied ich mich für die Prämien-App „shopkick“.

Von dieser App habe ich zwar schon gehört, aber sie noch nie selber verwendet. Also begann ich damit, sie im App Store runterzuladen. Das ging auch ganz reibungslos. Doch bevor ich die App benutzen konnte, musste ich die Erklärung der App lesen und mich anmelden. Für die App muss man die Zugriffsrechte für das Mikrofon und den Ortungsdienst erlauben. Von einem dauerhaften Zugriff auf die Ortungsdienste halte ich nicht viel, aber ohne die Erlaubnis kann die App nicht genutzt werden.

Bei der Anmeldung blieb einem dann die Wahl, ob man sich mit seinem Facebook- oder Google-Account anmelden möchte oder manuell. Da ich keine Verbindung zu Facebook haben möchte und einen Google-Account gar nicht erst besitze, wählte ich die manuelle Eingabe.

Die Registrierung war einfach, nur leider musste man seine Telefonnummer angeben, wovon ich nicht begeistert war. Als Grund dafür war angegeben, dass so das Telefon nicht verwechselt werden kann.
Nach der Registrierung kann man sich noch aussuchen, für welche Läden man Prämien bekommen möchte und sehen, wie viele Kicks man dafür braucht. Diese Auswahl ist jederzeit zu ändern.

Die App zeigt einem unter dem Reiter „Produkte“ die aktuellen Angebote in der Nähe auf. Diese sind in Kategorien übersichtlich geordnet. Wenn einem ein Produkt gefällt, kann man es sichern oder gleich durch einen weiteren Klick sehen, wo man dieses Produkt erwerben kann, auch mit einer integrierten Karte.

In dem nächsten Reiter ist eine Übersicht der Shops in der Nähe, in denen man Kicks sammeln kann. Das möchte ich natürlich ausprobieren! Also machte ich mich auf den Weg.
Mein Ziel war der nahegelegene Penny Markt, der mir in der App unter den Shops angezeigt wurde. Dort kann ich 80 Kicks beim Eintreten sammeln, dann zusätzlich noch eine Cola Dose abscannen und so weitere 10 Kicks sammeln. Die Produkte, die einem zu weiteren Kicks verhelfen, sind in der App angezeigt. Ich ging also in den Laden, die App vermerkt durch ein nicht hörbares Audiosignal, dass ich in den Laden eingetreten bin und schon bekam ich die ersten 80 Kicks! Anschließend begann die Suche nach der Cola- Dose. Als ich sie dann gefunden hatte, scannte ich sie ab. Das funktionierte erst einmal nicht, ob es an der Dose lag oder an der App, kann ich nicht sagen. Als ich ein wenig rumprobierte, funktionierte es dann auch. Meine nächsten 10 Kicks! Das Suchen nach dem Produkt finde ich eher nervig und würde es nicht anwenden. Besonders mit Zeitmangel kann man diese Option nicht nutzen.

Wow, jetzt habe ich schon 90 Kicks, dann brauche ich ja nur noch 1160, um meine Prämie in Form von einer 5€-Gutscheinkarte zu bekommen.

Fazit: Ich denke, diese App  ist eher was für „Super-Shopper“ und weniger für „normale“ Einkäufern gedacht. Zwar ist sie einfach anzuwenden, aber das Sammeln der Kicks ist ein wenig mühsam und dauert viel zu lange.