06 Jan

#smwemba – YouTube in Hamburg

Recherche-Team YouTube

Was nützt YouTube Unternehmen wirklich? – Diese Fragen stellten Marlina Schütze, Franziska Siemers, Julian Suhren Passanten in Hamburg und sich selbst in Vorbereitung der Social Media Week Hamburg 2014.

„Ich halte mich nicht weiter auf YouTube auf!“

Bilder und Videos sorgen für Aufmerksamkeit in Zeiten einer schnelllebigen Welt. Vor allem kurze Videos mit lustigen Inhalten sind sehr beliebt, fanden wir Studenten der EMBA Hamburg bei einer Befragung heraus. Daneben erreichen auch Musikvideos millionenfache Klickzahlen auf der Plattform YouTube. (Allerdings nimmt dieser Trend, aufgrund der von der GEMA rechtlich gesperrten Videos, ab.)

Unsere Generation der Anfang Zwanzigjährigen wird häufig als die „Generation YouTube“ bezeichnet. Statt Zeitung zu lesen, werden Twitter und Facebook studiert. Und YouTube ersetzt das öde Fernsehprogramm. Zumindest denken dies viele der Generation Ü40. Damit ihnen die Zielgruppe „digital native“ nicht entgeht, geben Unternehmen teilweise Unsummen ihrer Werbe-Etats für Bewegtbild-Content aus.

„YouTube ist die wichtigste und reichweitenstärkste Videoplattform und nach Google die zweitgrößte Suchmaschine weltweit.“, erklärt der Daimler AG Manager für Corporate Blogging & Social Media Strategy Communications, Uwe Knaus im Zimpel Blog Interview.

Wir haben uns die Frage gestellt, ob die Beiträge tatsächlich von der Zielgruppe wahrgenommen werden. Folgen die Unternehmen nur einem allgemeinen Social-Media-Hype? Auf YouTube präsentieren sich neben Hobbyfilmern und Privatpersonen auch Unternehmen mit Hilfe von Videos. Dafür werden spezielle Imagefilme produziert, Guerilla-Aktionen gefilmt oder auch Commercials hochgeladen. Ob nun die Tankstelle von nebenan oder das kleine Kino, fast jeder Konzern hat einen eigenen Kanal.

Janina Schütz, Marketing-Leiterin der Europäischen Medien- und Business-Akademie, verteidigt die Auftritte auf YouTube: „Man hat als Unternehmen die Möglichkeit, persönlich die Zielgruppe anzusprechen und sich selbst zu präsentieren. Dies geht besonders gut durch Imagefilme oder interne Videos. Gerade deswegen sollte man als Unternehmen einen YouTube Kanal betreiben. Allerdings auch nur, soweit es zum Unternehmen passt.“

Um festzustellen, ob die Unternehmen auf YouTube auch von der Zielgruppe wahrgenommen werden, haben wir Passanten in einer Hamburger Fußgängerpassage befragt. Auf die Frage, ob sie sich an Videos oder Kanäle von Unternehmen erinnern können, fiel spontan kaum einem der Passanten ein Konzern ein. Lediglich an die Werbeteaser vor den Videos konnte sich ein junger Hamburger gut erinnern. „Das bleibt dann halt hängen.“ Das bestätigten auch weitere Befragte. Allerdings fühlen sich einige der YouTube-Nutzer dadurch auch gestört. So meint sogar eine Passantin: „Ich nutze YouTube nur fürs Lernen und um kostenlos Musik zu hören. Länger halte ich mich dort nicht auf!“

Dieses Ergebnis ist überraschend. Denn anders als von vielen Unternehmen vermutet, weiß die Zielgruppe ganz genau, was sie sich angucken will. Dabei stolpert sie nicht über einen der vielen Unternehmenskanäle. Es werden lediglich die gleichen, wenig abwechslungsreichen Werbeteaser vor den Videos als störend wahrgenommen.

Im Gegensatz dazu sind aber durchweg alle Befragten der Meinung, dass es heutzutage selbstverständlich sei, als Unternehmen auf YouTube vertreten zu sein. Es wäre sogar ein absolutes „MUSS“ dort vertreten zu sein, damit man sich gegebenenfalls dort informieren kann.

Bleibt die Frage:
Was tun, um als Unternehmen auf YouTube wahrgenommen zu werden?

Zum Einen müsste anscheinend an einer guten Strategie für YouTube gearbeitet werden. Dazu erklärt der HSV-Bereichsleiter der Contentstrategie, Lars Reckwitz, in einem YouTube Interview vom 07.06.13, dass man als Verein die Möglichkeit und auch in manchen Teilen die Pflicht habe, mit den Fans zu interagieren. YouTube solle man nicht als kommerziellen Kanal benutzen, man solle vielmehr darauf achten, authentisch zu bleiben. „Man kann eigene Inhalte, eigene Punkte setzen, in der Sprache der jeweiligen Adressatengruppen. Das ist toll!“

Zum Anderen könnten wir Hamburger uns etwas vom amerikanischen Markt abgucken. So meinte ein Amerikaner bei der Befragung: „Wir haben YouTube als Test-Plattform benutzt. Unsere Commercials liefen auf YouTube Probe. Wenn sie dort erfolgreich waren, haben wir sie in den TV-Markt integriert.“

06 Jan

#smwemba – Twitter in Hamburg

Recherche-Team Twitter in Hamburg

Was bringt Social Media wirklich? Twitter beispielsweise lohnt sich heute in Deutschland noch wenig für den Kundendialog, ist ein Ergebnis einer Umfrage von Charlotte Schwarz, Christin Hornischer, Nicolas Heyde in Hamburg. Aber das Social Media Engagement ist eine Investition in die Zukunft, zeigt ihr Interview zu Twitter mit der Hamburger Morgenpost.

Interview mit der Hamburger Morgenpost

Der soziale Mikroblog Twitter wird von Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen genutzt, um kurze Textnachrichten im Internet zu verbreiten. Schon längst gehört Twitter auch in Deutschland zum Inventar der Online-Marketing-Branche. Folgen die Unternehmen nur einem Trend oder ergibt das Gezwitscher einen wirklichen Sinn?
Als EMBA- Studenten haben wir es geschafft, die Hamburger Morgenpost für ein Interview zu gewinnen.
Felix Horstmann, Lokalreporter und einer der Köpfe hinter Mopo.de, stand uns per E-Mail Rede und Antwort zur Nutzung von Twitter bei der Mopo.

Seit wann existiert der Mopo Channel bei Twitter, der mittlerweile 50.900 Follower hat?

Der Account „@MOPO“ existiert seit März 2009. Zuvor twitterte die MOPO mit dem Account „@MOPOHamburg“, der bereits im April 2008 eröffnet wurde und damit einer der ersten deutschen Redaktions-Accounts war.

Warum betreibt die Mopo einen allgemeinen Twitter-Kanal und mehrere Ressort Kanäle?

HSV, FC St. Pauli, Freezers, HSV Handball… Sport spielt bei der Hamburger Morgenpost eine tragende Rolle. Da sich aber nicht alle unsere Leser gleichermaßen dafür interessieren, haben wir im April 2012 entschieden, die sportlichen Themen bei Twitter in den Account „@MOPO_Sport“ auszugliedern. Besondere sportliche Nachrichten finden durch Retweets aber auch weiterhin auf dem Haupt-Account Beachtung. Weitere offizielle MOPO-Kanäle gibt es auf Twitter nicht.

Welchen Service bzw. Mehrwert bieten Sie den Mopo Lesern via Twitter?

Neben dem direkten Draht in die Redaktion auch Eilmeldungen, exklusive Informationen und Nachrichten mit lokaler Tragweite – und das regelmäßig noch bevor sie auf MOPO.de zu finden sind.

Wie empfinden Sie die Resonanz? Sind Sie zufrieden mit der Interaktion?

Wir erhalten inzwischen zu nahezu jedem Beitrag direktes Feedback, Meinungen, Anregungen – und damit sind wir, auch wenn der Dialog natürlich stets ausbaubar ist, sehr zufrieden.

Wie fördern Sie den Dialog mit den Kunden via Twitter?

Der Austausch mit unseren Lesern ist uns sehr wichtig. Deshalb suchen wir in regelmäßigen Abständen den direkten Dialog, indem wir u.a. Fragen stellen oder um Meinungen bitten.

Wie steht´s mit der Kosten-Nutzung Rechnung für die Twitter Nutzung?

Social Media im Allgemeinen – und damit eben auch Twitter – gehört in der heutigen Zeit in den Werkzeugkasten einer jeden Redaktion und eines jeden Lokal-Journalisten: Leser wollen in den direkten Dialog gehen können. Eine Bindung zwischen Lesern und „ihrer“ Zeitung kann inzwischen fast nur noch durch eine Präsenz bei Twitter, Facebook und Co. sowie einem regelmäßigen Dialog funktionieren. Wir investieren daher Zeit und bekommen im Gegenzug den direkten Draht zu unseren Lesern und deren Meinungen.

Twittert bei Ihnen ein Angestellter, ein ganzes Team oder eine externe Agentur?

Da wir täglich und sozusagen rund um die Uhr auf Twitter aktiv sind, ist es nicht möglich, dass ein Redakteur allein die beiden Twitter-Accounts betreut. Bei uns twittert deshalb in erster Linie die Online-Redaktion sowie einzelne Print-Kollegen zu ihren jeweiligen Fachbereichen – bei vielen von ihnen gehört Twitter zum täglichen Handwerkzeug, da sie auch eigene Accounts pflegen.

Bieten Sie Schulungen/ Trainings an um die Mitarbeiter weiter zu bilden?

In der Vergangenheit gab es mehrere Fortbildungen zum Themenbereich Social Media für alle Redaktions-Kollegen. Im kommenden Jahr planen wir darüber hinaus hausinterne Fortbildungen zum täglichen und professionellen Umgang mit Twitter.

Wo sehen Sie die Twitter Nutzung der Mopo in fünf Jahren?

Wir konnten in den vergangenen Jahren unsere Followerzahl, die Interaktion mit unseren Lesern sowie die Stellung als lokales Medium bei Twitter kontinuierlich steigern und stärken. Das sollte auch in den kommenden fünf Jahren unser Ziel sein.

06 Jan

#smwemba – Facebook in Hamburg

Recherche-Team Facebook

„Jedes Unternehmen sollte mit seinen Kunden auch via Facebook kommunizieren“ – diese Empfehlung haben Marketing-Strategen noch Mitte 2013 gern gegeben. Aber stimmt das wirklich für alle Unternehmen. Diese fünf EMBA Studenten haben die Probe auf´s Exempel gemacht – in der direkten Umgebung ihrer Hochschule in Hamburg-Eppendorf.