05 Mai

Bildung vom Buffet

Ole Wohler, Nick Lewis und Nina Braack haben Ben Paul und seine Mission auf anti-uni.com gelesen:

Ben Paul anti-uni.com

Quelle: anti-uni.com/about

 

Too cool for school. Du bist individuell. Sei unabhängig, mach dein Ding!

So ungefähr ist der erste Eindruck, den man beim Lesen von Ben Pauls Blog kriegt. Wenn man sich durch den dichten Wald an Wordimmigrants gewühlt hat, versteht man auch die Message, die uns übermittelt werden soll. Ben Paul schreibt auf seiner Anti-Uni Seite über die Hilfe zu Selbstfindung und kritisiert das seiner Meinung nach völlig überholte Bildungssystem in Deutschland. Zur Uni gehen, mitschreiben, Skripte lesen, Inhalte wiederholen… Eat, learn, sleep, repeat. Ein scheinbarer Alltagszwang, ein Kreislauf, fast schon ein Gefängnis, aus dem sich nicht ausbrechen lässt. OMG! Werden wir denn alle in dem nie endenden Hamsterrad festgehalten? Stupides Lernen von Theorien – aber what the hell? Wo bleibt da die Anwendbarkeit?

Ben spricht sich für das Selbstlernen aus. Lernen zu lernen – Dinge ausprobieren, Erfahrungen machen, sich Fehler eingestehen, sich selbst und seine Fähigkeiten erforschen. Bens Selbstfindungsprozess führte vom Abbruch seines Jura-Studiums an einer Eliteuni, über ein Jahr im Ausland bis hin zum heutigen Tag. Jetzt heißt Learning by Doing seine Devise. Während er über seinen Blog mit den Followern kommuniziert und diese zum eigenständigen Lernen auffordert, lernt er selber von Tag zu Tag mehr über seine Tätigkeit als Blogger. Während er mit Hilfe seines Blogs lernt, Leute mit Hilfe von C zu erreichen, fordert er unsereins auf, es ihm gleichzutun.

Seine main message besteht also darin, dass Universitäten längst überholt sind. Leute sollen selbst entscheiden können, was genau sie lernen wollen und welche Bereiche sie besonders interessieren.

Aber dass das Bildungssystem ein Wandel erfährt, ist an Ben offensichtlich bisher vorbeigegangen. Immer mehr Einrichtungen und Universitäten wandeln sich sich mehr und mehr entsprechend dem Zeitgeist und gehen über zu praxisnahen Lernen.

Autodidaktisches Lernen in allen Ehren: natürlich funktioniert es in einigen Berufsfeldern very succesfully. Aber wer möchte auf dem OP-Tisch eines selbsterlernten Arztes liegen? Let’s be serious. Vom Doktor Bibber zum Chirurgen kann nicht die richtige Entwicklung sein.

Auch wenn Ben einiges in seinem Blog overimpliziert, Zustimmung findet er auf jeden Fall in Sachen Selbstfindung. Jeder junge Mensch findet sich einige Male in der Situation wieder, in der er entscheiden muss, welchen Weg er in Zukunft gehen will. Ob dieser über die Uni oder über Learning by Doing führt bleibt offen…

In diesem Sinne:

I make me me nothing, you nothing out of the dust.

 

 

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