28 Apr

Mobile Learning im Freibad

Hallo liebe EMBA Kommilitonen,

die Sonne scheint, es sind 30° Grad draußen und wir haben einfach nur Bock ins Freibad. Seid Ihr auch solche Wasserratten wie wir? Lernen statt Wasserspaß? Blöde Frage … haha … Lieber gaaaanz viel lernen, oder?? 😀
Leider geht der Spaß nicht immer vor. Von daher haben wir uns gefragt: wie können wir Vergnügen und Arbeiten verbinden? Beim Spaß auch noch schlau werden, das wäre doch was?
Habt Ihr schon mal von Mobile Learning gehört? Oder auch M-mobile?
Was haltet ihr davon? Also das Lernen mit portablen bzw. mobilen Medien überall und zu jeder Zeit, wie Smartphones, Tablets und Laptops.

Gestern haben wir es für Euch auf dem Weg zum Freibad getestet:

Neben dem Sandwich machen und das Zusammensuchen unserer neuen Bikinis haben wir nochmal kurz gecheckt, ob unsere Lernsachen auf dem Smartphone und Tablet vorhanden sind. Auf geht’s mit den „mobilen Lernunterlagen“ zum Schwimmbad.
An der Bushaltestelle inhalieren wir die ersten zwei Folien, wobei wir von der lautstark telefonierenden Frau neben uns abgelenkt wurden und nach mehreren Ansätzen wieder von vorn anfangen mussten.

Mobile LearningUuups … Haltestelle verpasst …
… Abgelenkt von 10 Whatsapp-Nachrichten sind wir endlich auch dort angekommen, wo wir hin wollten … Schwimmbad.
Meint Ihr, jetzt hatten wir noch Lust auf Lernen??? Wohl eher nicht….

Unser persönliches Fazit ist:

Im Endeffekt hat doch der Spaß gesiegt :D) Ein bisschen Pseudolernen 😉 unterwegs. Aber den größten Teil der Zeit zum und im Freibad haben wir definitiv nicht mit lernen verbracht …

Eigentlich finden wir M-learning eine geniale Erfindung, nur ist es in der praktischen Umsetzung nicht sonderlich effektiv … leider … Wir dachten, wir könnten uns mal eben schnell den Stoff aneignen. Aber Supergenies sind wir dann wohl doch nicht :( … Um Vokabeln zu lernen, ist das M-learning auf jeden Fall geeignet. Aber um neue, komplexe Lerninhalte begreifen zu können und auch zu behalten!!, braucht man wohl eher zwei Stunden volle Konzentration am Schreibtisch und danach vollen Wasserspaß ohne Stress und das ständige Gefühl, man müsse noch was lernen.

Habt Ihr noch Tipps und Tricks beim Lernen? Wie lernt Ihr am effektivsten?
Wie verbindet Ihr Spaß und Arbeit?
Habt Ihr schon Erfahrungen mit M-learning gemacht?

Wir freuen uns auf Eure Kommentare und Euer Feedback 😉

Annik Roseland und Miriam Kahle

28 Apr

Für’s Leben lernen ohne Uni

Von Chantal Heine

Schreiben war nie mein Ding, aber nun ist es soweit: ich denke schreibend über mein Studium nach. Ich frag(t)e mich schon länger, ob Menschen im Studium wirklich das lernen, was sie nach dem Studium – im wirklichen Leben – brauchen?

Oder gibt es gar Dinge, die man nicht in der Uni lernen kann?

Lernen wir eigentlich nicht stetig durch unser eigenes Leben, unsere Erfahrungen, unsere Freunde etc. Neues dazu? Reicht das nicht aus?
Können wir also auch ohne Uni lernen?

Ben von anti-uni.com meint schon (und ich schließe mich teilweise seiner Meinung an). Er sagt unter anderem: “Ich bin nicht grundsätzlich gegen jede Form von Universität. Ich denke schon, dass Unis in der Tat (noch) ihre Daseinsberechtigung haben. Dennoch finde ich, dass das System an vielen Ecken krankt – und dass es Möglichkeiten gibt, auch ohne Uni (oder zumindest nebenbei) eine gute (oder gar praktischere) Bildung zu erlangen.“

Zeit Online - Studium ohne Uni

Zeit Online vom 17. April 2014

Kommen wir nun zu mir: Chantal, 23, Boxerin und MSE-Studentin an der EMBA.

Warum setze ich mich als Studentin – ich geh ja schließlich zur Uni (denkt Ihr Euch nun) – mit diesem Thema auseinander. Nun ja, den Anreiz habe ich tatsächlich durch die Uni (haha) erhalten. Aber ich habe auch einen neuen Traumjob für mich entdeckt, welchen man eben nicht in der Uni lernen kann. Na, neugierig?!

….. Domina / Mistress!

So, ich hoffe damit hab ich nun Eure Aufmerksamkeit.
* Peitschenhieb *

Dies ist wohl kein Beruf, wo ich mich in die Uni hocken kann, um ihn zu erlernen.
Nein, das geht doch wohl nur im verpönten Rotlicht-Milieu als Prostituierte. Und … na ja,  dann irgendwann kommt halt ein Freier und bittet darum, dass man ihn erniedrigt. Man findet Gefallen am Extra-Geld und bietet von da an nur noch solche Dienste an.
Ist es wirklich so „einfach“? Ich denke nicht.
Steckt nicht mehr dahinter? Definitiv und ich bin auf der Suche danach …

Die Uni abzubrechen und mich auf den Kiez zu stellen oder gar ein Studio eröffnen, kommt dabei allerdings niemals in Frage.
Nun seid Ihr bestimmt verwirrt … eben schreibt sie noch, dass es ihr Traumjob ist und dann will sie ihn nun doch nicht weiter verfolgen? Komisch, oder?
Nein – zu dem Job gehört mehr als ich je in der Uni lerne könnte.

Vielleicht wäre ein Medizin-Studium mit dem Schwerpunkt Psychologie da die halbe Miete gewesen …
Grundlegend ist anzumerken, dass BDSM den Anspruch hat, sicherheitsbewusst, mit gesundem Menschenverstand und einvernehmlich zu agieren. Es ist der Reiz der Dominanz, Submission, das gesellschaftlich nicht Anerkannte (wobei wir es unterbewusst doch in jeder Beziehung selbst leben) und der Spaß an der Lust, was mich an der Spielart BDSM fasziniert. Ich sehe den Menschen als Projekt an. Es liegt mir nicht daran, einen Menschen als Sub zu brechen, sondern ihn zu stärken und somit auch stolz zu sein.

Kommen wir wieder zu Ben: „… ich finde, dass wir viel zu oft das machen, was andere von uns erwarten. Anstatt das zu tun, was wir wirklich mit unserem Leben anfangen wollen…“

In diesem Punkt stimme ich ihm voll und ganz zu: ich bin der Ansicht, dass jeder in unserer Gesellschaft viel zu sehr darauf achtet, was die anderen von einem halten. So muss unsere Generation stetig darauf achten, ob bei Facebook nicht irgendein Partybild, wo wir wohl den ein oder anderen Havanna-Cola (durch jedes beliebige Getränk austauschbar) zu viel hatten, hochgeladen wird. Wir sind unter Kontrolle. Also warum machen wir es nicht gleich alles öffentlich. After-Sex-Selfie sollen auch gerade in Mode sein 😉

Mein Plan ist, sexuelle Botschaften in Musik und ausgewählten Veranstaltungen zu platzieren. Und somit wären wir dann auch wieder bei meinem Studiengang Medien-Sport-Event-Management. Passt alles eigentlich doch ganz gut =)

28 Apr

Im Staatsarchiv – Back to the Roots

… heißt: Altes vs. Neues Lernen

Google, Wikipedia und Co. – Wer lernt heute noch anders? Das Ganze wird immer abgefahrener durch Webinare, Mobile Learning und MOOC! Doch was ist aus den alten Lernmethoden geworden? Bücher, alte Schriften und Stadtpläne, die für unsere Eltern und Großeltern beim Lernen vor Prüfungen nicht wegzudenken waren … Wie lernt Ihr? Wart Ihr schon einmal in einem Archiv?

Staatsarchiv Hamburg 1Unsere Recherchereise führte uns in eine für die meisten Studenten unerforschte Papierlandschaft – das Staatsarchiv.  Im Archiv befinden sich Schriften bis ins Jahr 1293.
Etwas verunsichert standen wir im Eingangsbereich und überlegten uns, welche geschickten und klugen Fragen man der Archivarin stellen könnte.

Ab dem Eingang durften wir leider keine Fotoaufnahmen mehr machen. Deswegen blieb die Kamera im Spind verstaut.

Beim Betreten des Archivs wird uns schon etwas mulmig zumute. Im Raum herrscht Totenstille und jeden Schritt machen wir äußerster Vorsicht. Wir wollen ja niemanden stören. In Gegenwart der Menschen, die in ihre Schrift vertieft, elanvoll Notizen verfassen, fühlen wir uns etwas fehl am Platz. Aber da kommt uns schon eine super sympathische Dame entgegen, die uns in ihr Büro einlädt. Frau Mügge ist begeisterte Archivarin und betont in unserem Gespräch immer wieder, wie toll Archive sind und wie wunderbar sie es findet, dass Studenten heute immer noch lernen, auch diese Informationsquellen zu nutzen.

Staatsarchiv Hamburg 2

Im blauen Gebäude befinden sich alle Originale – Schriften und Dokumente, die man über die Findbücher bestellen kann.

Das Archiv ist streng beaufsichtigt und nur autorisierte Personen dürfen den blauen Würfel betreten. Grund dafür sind die vielen Unikate und der Erhalt der wertvollen Schriften, wie uns Frau Mügge erklärt.

Sie empfiehlt uns, einfach eines der Findbücher auszuwählen, um uns mal einen Überblick von dem Aufbau zu machen.

Bild: Staatsarchiv Hamburg, Marike Zenke

Bild: Staatsarchiv Hamburg, Marike Zenke

Also greifen wir uns eines der vielen schwarzen Bücher aus der Schrankwand und setzen uns damit auf einen der Plätze. Zu jedem Thema findet sich eine kurze Beschreibung. Wählt man ein Thema, kann man die Verzeichnisnummer auf den Bestellschein schreiben und das komplette Buch dazu anfragen. Einige Tage später wird man dann informiert und kann zur Einsicht wiederkommen.

Klar, das Ganze benötigt deutlich mehr Aufwand als die Frage einfach in die Google-Leiste zu tippen. Aber gleichzeitig hat es dadurch auch einen ganz anderen Wert. Man hat teilweise uralte Schriften vor sich, die per Hand oder Schreibmaschine verfasst wurden.

Das Staatsarchiv wird bis Ende des Jahres eine Datenbank sämtlicher Aktennamen online stellen; das erleichtert dann schon einmal die Suche und man muss nur noch einmal die Fahrt dorthin antreten.

Es wird wohl heute nichts mehr daran vorbei führen, bei Fragen Google oder Wikipedia zu benutzen, gerade weil es schneller geht und weil viele Informationen auch aus dem Internet generiert werden können. Aber wir finden, dass es sich durchaus lohnt, für komplexere Fragestellungen oder z.B. für die Bachelorarbeit auch einmal anders zu recherchieren.

Staatsarchiv Hamburg 3

Gleichzeitig ist das Archiv nämlich der perfekte Ort, um in Ruhe zu lernen und sich nicht ablenken zu lassen.

Habt ihr auch schon Erfahrungen in einem Archiv sammeln können? Und wenn ja, welche?

28 Apr

Studierst du noch oder moocst du schon?

… fragen Mandy Ziegler, Stephan Süphke und Zijad Ramic

Moocst Du schon?

Jetzt mal ehrlich: Wer kennt das nicht?! Morgens spät dran, gestresst in die Uni und hungrig im viel zu überfüllten Hörsaal! Was würde man dafür geben, jetzt an der frischen Luft die ersten Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren? Stattdessen sitzt man im stickigen Hörsaal und wird vom Schweißgeruch des Sitznachbarn geplagt. Der Dozent nuschelt vorne vor sich hin, während er mit seinem Teleskop-Zeigestab wild durch die Luft wedelt. Dabei soll man sich dann auch noch konzentrieren und was lernen?

Die heutige Generation hat nun die Möglichkeit, auf ein komplett neues Lern-System zuzugreifen, das über elektronische Geräte, wie zum Beispiel das Smartphone, übermittelt wird:
MOOC

Hört sich erst einmal futuristisch und komplex an, ist aber ein einfaches Modell, das den Studenten Lerninhalte vermittelt und gleichzeitig ihnen die Möglichkeit gibt, diese in der Praxis anzuwenden.

Die Lerninhalte sind jederzeit weltweit abrufbar und sollen direkt in einem Praxisprojekt umgesetzt werden. Zwar braucht man einen guten Internetzugang mit viel Datenvolumen, aber wer hat das heutzutage nicht!? Außerdem bieten die Online-Kurse eine Entlastung der Dozenten, denen ist es ja in diesem Fall egal, ob 500 oder 5000 Studenten zuhören.

Klar hört sich das Modell vielversprechend an, denn wer würde sich nicht gerne zuhause die Lernzeit selbst einteilen und interaktiv übers Smartphone Inhalte runterziehen.
Wir finden aber gleichzeitig auch, dass die Jugendlichen allgemein schon zu viel am Smartphone sitzen und somit den Hang zur Realität verlieren.

An der EMBA können wir uns so etwas als Alternative nicht vorstellen, aber als Ergänzung für Grundlagen oder zum Auffrischen von Lerninhalten wäre es super.

Was haltet Ihr von MOOC?
Würdet Ihr Euch oder Eure Kinder dafür einschreiben?